1:2 in der 88.: Rot, gehaltener Elfmeter — und der späte Nackenschlag gegen Wilsenroth

Kirmes in Seelbach, erstes Punktspiel in der Kreisliga A — und am Ende eine Niederlage, die weh tut. 1:2 gegen den SV Wilsenroth. Wir haben einen Rückstand aufgeholt, ab der 70. Minute zu zehnt gespielt, einen Elfmeter gehalten — und dann in der 88. Minute doch noch den Siegtreffer kassiert.

Kalte Dusche nach 13 Minuten

Der Start ging daneben. In der 13. Minute läuft uns Wilsenroth über die Außenbahn durch, der Ball kommt quer, und Elias Immel schiebt zum 0:1 ein. Kein Kunststück, sondern schlicht ein Loch auf der Seite, das wir zumachen müssen.

Die Antwort kam schnell: Kurz darauf zieht M. Schön aus rund 20 Metern ab — knapp drüber. Wir waren also da, nur eben ohne Ertrag.

Zwei dicke Dinger vor der Pause

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wird es zweimal richtig eng für die Gäste. Erst versucht es M. Volk aus der Drehung vom Sechzehner ins lange Eck — knapp vorbei. In der Nachspielzeit chippt A. Schön dann in den Strafraum, M. Volk kommt zum Kopfball, und der Wilsenrother Tormann hält stark. Mit 0:1 in die Kabine, aber mit dem Gefühl, dass da mehr geht.

Der Ausgleich — und das aberkannte Tor

Direkt nach Wiederanpfiff hätten wir schon ausgleichen können: Flanke B. Gaceanu, Verlängerung M. Schön, A. Schön drückt ihn rein — Abseits, sagt der Schiri.

Rund zehn Minuten später zahlt sich das Nachsetzen aus. Freistoß aus dem Halbfeld von B. Gaceanu, im Strafraum entsteht Getümmel, und M. Volk staubt ab. 1:1, 61. Minute.

Das Momentum war jetzt bei uns. Kurz darauf kommt B. Gaceanu nach einer Ecke von A. Schön völlig frei zum Kopfball — knapp am Tor vorbei.

Rot, Elfmeter, und Ferdi hält

Die 70. Minute drehte das Spiel dann komplett: K. Brzezinski hält den Ball auf der Torlinie mit der Hand. Rote Karte, Elfmeter für Wilsenroth, ab jetzt zu zehnt.

Und dann der Moment des Spiels: F. Losekamm hält den Strafstoß. Der Nachschuss aus vier Metern rauscht über das Tor. In dieser Sekunde war noch alles drin.

Erst fast das 2:1 — dann das 1:2

Statt sich hinten reinzustellen, haben wir in Unterzahl weiter nach vorne gespielt. In der 85. Minute tankt sich M. Volk durch und schiebt den Ball über den Tormann — ob der hinter der Linie war, konnte von außen keiner sagen. Der Schiri gab nichts.

Und wie das im Fußball so läuft: Drei Minuten später machen es die Gäste auf der Gegenseite besser. Tobias Kundermann trifft in der 88. zum 1:2. Ein Ding, das ein Spiel entscheidet, in dem wir über 20 Minuten mit einem Mann weniger den Punkt schon fast in der Tasche hatten.

Fazit

Null Punkte zum Start in die Kreisliga A, aber kein Auftritt, für den man sich verstecken muss. Früher Rückstand aufgeholt, ab der 70. in Unterzahl, Elfmeter überstanden — und bis zum Schluss auf den Sieg gespielt statt das Remis zu verwalten. Genau das hat am Ende den Unterschied gemacht, in beide Richtungen.

Danke an alle, die zur Kirmes den Weg an den Sportplatz gefunden haben — die Kulisse hat man gehört. Weiter geht’s, die Liga ist lang.

  • Tore: 0:1 Elias Immel (13.), 1:1 M. Volk (61.), 1:2 Tobias Kundermann (88.)
  • Rote Karte: K. Brzezinski (70., Handspiel auf der Torlinie)
  • Besonderes: F. Losekamm hält den fälligen Elfmeter
  • Kader: F. Losekamm, K. Hoyer, M. Schön, F. Michel, S. Ruis, P. Schaub, K. Brzezinski, M. Oesterling, L. Nguyen, M. Heimerl, M. Volk, M. Konrad, A. Schön, B. Gaceanu, F. Di Blasio

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