1:3 gegen Waldernbach: Eine gute halbe Stunde reicht nicht

Die Reaktion war da — nur der Ertrag nicht. Gegen den TUS Waldernbach verlieren wir am Donnerstagabend mit 1:3, obwohl wir in der ersten halben Stunde die besseren Gelegenheiten hatten. Am Ende steht dasselbe Muster wie schon am Sonntag: Unsere Fehler werden bestraft, ihre nicht.

Eine gute halbe Stunde

Nach dem 0:12 in Ahlbach ging es zuerst um die Frage, wie wir überhaupt auftreten. Die Antwort in der Anfangsphase war ordentlich. Waldernbach hatte zwar nach drei Minuten die erste Gelegenheit — Gestochere in unserem Sechzehner, der Abschluss von Fabian Zipp ging vorbei —, danach aber gehörte das Feld eine Zeit lang uns.

In der 7. Minute schickte E. Syla unseren M. Volk sauber in die Tiefe, Torhüter Jan Philipp Beck kam mit dem Fuß dazwischen und spitzelte den Ball weg. Um die 10. Minute führte M. Heimerl einen Freistoß schnell aus, wieder auf Syla, der legte quer — und wieder war Beck zur Stelle.

In der 20. Minute lief dann genau der Angriff, den wir uns nach Sonntag vorgenommen hatten: Einwurf F. Michel auf Syla, Syla lässt klatschen auf Volk, und der zieht aus 16, 18 Metern ab — Beck lenkt zur Ecke. Im Gegenzug kam Waldernbach zum Konter, da war F. Losekamm auf dem Posten und hielt sicher.

Die dickste Chance des Abends gehörte Syla in der 22. Minute. Freie Bahn, Eins-gegen-eins mit dem Torhüter — und vorbei. Das war der Moment, in dem wir hätten führen müssen.

Der Rückstand, den wir uns selbst gebaut haben

Stattdessen fiel das 0:1 auf der anderen Seite, und zwar so, wie es nicht fallen darf. Ein Abschlag geriet zu kurz, Waldernbach fing ab und schickte sofort in die Tiefe. Wir standen weit aufgerückt, Julian Schenk lief allein aufs Tor und machte ihn. 29. Minute, 0:1, und mit diesem Spielstand ging es in die Kabine.

Nach der Pause fehlte der Druck

Der zweite Durchgang war die ehrliche Abrechnung. Wir haben den Druck nicht mehr auf den Platz gebracht, und Waldernbach war läuferisch schlicht besser. Sie sind mehr gelaufen, sie waren früher am zweiten Ball, und sie haben jeden unserer Fehler bestraft.

In der 63. Minute erhöhte Fabian Zipp auf 0:2 nach Dribblingfehler in der Abwehr, in der 76. traf der kurz zuvor eingewechselte Justin Klein zum 0:3.

Nach vorne kam von uns in diesen 45 Minuten fast nichts. Die einzige nennenswerte Szene gehörte dem eingewechselten S. Ruis, der um die 75. Minute über links durchbrach und flankte — verwertet wurde die Hereingabe nicht. Ansonsten haben wir Beck im Waldernbacher Tor schlicht nicht mehr gefordert. Und wenn die Gäste ungenau wurden, waren wir nicht clever genug, das zu nutzen. Das ist der Satz, der nach diesem Abend hängen bleibt.

Immerhin ließen wir uns nicht hängen — und dann kam die 84. Minute. Nach einer Ecke legte Kapitän M. Konrad den Ball in den Rückraum, und A. Schön zog aus dem Stand ab: ins linke Winkel, unhaltbar. Das 1:3. An einem Abend, an dem sonst wenig zusammenlief, nehmen wir genau das mit.

Fazit

Gegenüber Sonntag ist das ein anderes Gesicht. Wir haben verteidigt, wir haben Zweikämpfe angenommen, wir hatten in Halbzeit eins drei, vier gute Situationen. Aber die Kreisliga A verzeiht nichts: Wer seine Chancen nicht nutzt und den Gegner durch einen zu kurzen Abschlag einlädt, verliert solche Spiele. Und über 45 zweite Minuten den gegnerischen Torhüter praktisch nicht zu beschäftigen, reicht in dieser Liga nirgendwo hin.

Damit stehen wir nach drei Spieltagen weiter bei null Punkten. Es hilft nichts, das schönzureden — es hilft aber auch nichts, jetzt den Kopf hängen zu lassen. Die Ansätze aus der ersten halben Stunde sind genau das, worauf sich aufbauen lässt.

Danke an alle, die am Donnerstagabend unter Flutlicht da waren.

Daten zum Spiel

  • Wettbewerb: Kreisliga A Limburg-Weilburg, 3. Spieltag, Saison 2026/27
  • Datum: Donnerstag, 13. August 2026, 19:30 Uhr, Rasenplatz Villmar-Seelbach
  • Ergebnis: FSG Gräveneck/Seelbach — TUS Waldernbach 1:3 (0:1)
  • Tore: 0:1 Julian Schenk (29.), 0:2 Fabian Zipp (63.), 0:3 Justin Klein (76.), 1:3 A. Schön (84.)
  • Gelbe Karten: 2 für die FSG (42., 57.), 1 für Waldernbach (90.+2)
  • Schiedsrichter: Marius Löhr
  • Startelf: F. Losekamm — M. Oesterling, M. Konrad (C), E. Syla, A. Schön, M. Schön, B. Gaceanu, M. Heimerl, F. Michel, L. Nguyen, M. Volk
  • Bank: K. Hoyer, L. Di Blasio, S. Ruis, H. Mai, K. Brzezinski, P. Schaub, P. Kohlhauer
  • Wechsel: H. Mai und K. Brzezinski (46.), S. Ruis (70.)

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