Am Sonntag spielen beide Mannschaften zu Hause, und beide treffen auf einen direkten Konkurrenten. Um 13:00 Uhr empfängt die FSG II den FSV Würges II — zum ersten Mal seit Wochen wieder elf gegen elf. Um 15:15 Uhr kommt der FC Rojkurd Merenberg/Allendorf zur FSG I. Zwei Spiele, ein Nachmittag, und zum ersten Mal in dieser Saison zwei Gegner, bei denen nicht nur die Tabellenplätze nah beieinanderliegen, sondern auch der direkte Vergleich für uns spricht.
FSG I gegen Rojkurd: zum dritten Mal 16. gegen 17.
Die Konstellation kennen wir schon. Vor dem Spiel in Linter standen wir als Siebzehnter drei Punkte hinter dem Sechzehnten, vor dem Spiel in Oberbrechen genauso. Am Sonntag zum dritten Mal: 16. gegen 17., drei Punkte dazwischen. Ausgegangen ist das bisher 0:9 und 2:4. Auf die Tabelle sollte also niemand etwas geben.
Sieben Spiele, null Punkte, 5:40 Tore, Tabellenletzter. Der letzte Sieg dieser Mannschaft datiert vom 31. Mai, noch aus der Kreisliga B. Das muss man aussprechen, weil es erklärt, warum in engen Situationen zuletzt die Entscheidung fehlte: Wer seit über drei Monaten kein Spiel gewonnen hat, trifft Entscheidungen anders.
Was der Dienstag in Oberbrechen geändert hat, steht trotzdem im Protokoll: zwei Tore in einem Spiel, zum ersten Mal in dieser Saison. Die ersten beiden Auswärtstore überhaupt, nachdem dort vorher drei Spiele und 0:27 standen. Beide von E. Syla, beide in Unterzahl. Eine halbe Stunde lang war das Spiel bei 2:3 offen, obwohl wir zu zehnt auf dem Platz standen. Der Preis steht ebenfalls fest: zwei Platzverweise, zwei gesperrte Spieler am Sonntag, bei einem Kader, der ohnehin zu klein ist.
Der Gegner: FC Rojkurd Merenberg/Allendorf
Rojkurd steht bei sieben Spielen, einem Sieg, sechs Niederlagen, 8:21 Toren und drei Punkten auf Platz 16. Die Spiele erzählen allerdings etwas anderes als die Tabelle: Drei der sechs Niederlagen gingen mit einem Tor Unterschied verloren, zuletzt am Donnerstag 0:1 beim Tabellenführer SG Steinbach/Obertiefenbach. Steinbach ist nach acht Spielen ungeschlagen und hat insgesamt erst acht Gegentore kassiert.
Der eine Sieg kam zu Hause: 3:0 gegen den SV Anadolu Limburg — dieselbe Mannschaft, die bei uns in Seelbach 4:1 gewonnen hat. Auswärts dagegen hat Rojkurd in drei Spielen noch keinen Punkt geholt und dabei 2:8 Tore. Erwarten muss man eine Mannschaft, die über den Zweikampf kommt: Wer beim Tabellenführer 0:1 verliert, hat das nicht über Ballbesitz geregelt.
Drei Gegner haben beide Mannschaften schon gespielt:
- TUS Waldernbach: wir 1:3 (daheim), Rojkurd 0:3 (daheim)
- SV Wilsenroth: wir 1:2 (daheim), Rojkurd 2:3 (auswärts)
- SV Anadolu Limburg: wir 1:4 (daheim), Rojkurd 3:0 (daheim)
Summe: Rojkurd 5:6, wir 3:9. Genau hier ist der Unterschied zu den beiden Spielen davor. Vor Linter stand an dieser Stelle 0:18 gegen 0:7, vor Oberbrechen 0:27 gegen 4:8 — beide Male sagte die Tabelle das eine und der direkte Vergleich das andere, und recht behalten hat der direkte Vergleich. Diesmal sagen beide dasselbe.
FSG II gegen Würges II: elf gegen elf
Die Zweite meldet wieder ein reguläres Spiel. Die letzten Wochen lief es im Norweger Modell — neun gegen neun, verkürzte Spielzeit, weil es personell nicht anders ging. Für Sonntag haben die Trainer anders entschieden. Das heißt elf Mann über die volle Distanz, mit einer Bank, die klein bleibt. Es heißt aber auch, dass diese Mannschaft nach sechs Spieltagen wieder ein normales Fußballspiel bestreitet.
Die Bilanz beschönigt nichts: sechs Spiele, ein Sieg, fünf Niederlagen, 11:38 Tore, drei Punkte, Platz 14. Alle fünf Niederlagen gingen mit fünf Toren Unterschied oder mehr verloren, zuletzt 1:10 in Runkel, gespielt über die verkürzte Distanz und phasenweise mit deutlich zu wenigen Leuten im Zentrum.
Der Gegner: FSV Würges II
Würges II steht mit einem Punkt aus sechs Spielen und 8:27 Toren auf Platz 15, direkt hinter uns. Den einen Punkt haben sie sich am Donnerstagabendgeholt: 3:3 beim SC Ennerich II, nach fünf Niederlagen zum Auftakt. Sie kommen also mit Rückenwind.
Und genau dieses Spiel ist der interessanteste Vergleich, den wir haben: Gegen denselben SC Ennerich II haben wir 7:0 gewonnen, Würges kam dort nicht über ein Unentschieden hinaus. Das ist zwei Wochen her und sagt mehr als die Tabellenplätze. Der Rest der Würges-Saison liest sich wie unserer: 1:4 gegen Weinbachtal, 0:4 in Lindenholzhausen, 2:5 gegen Drommershausen, 0:3 in Löhnberg, 2:8 gegen Villmar.
Auch hier haben beide drei Gegner gemeinsam: gegen Löhnberg II verloren wir 1:10, Würges 0:3; gegen Villmar/Arfurt/Aumenau III wir 1:7, Würges 2:8; gegen Ennerich II wir 7:0, Würges 3:3. Summe: wir 9:17, Würges 5:14. Gegen die beiden Spitzenmannschaften hatte keiner von beiden eine Chance. Gegen den Gegner auf Augenhöhe hat nur eine der beiden Mannschaften abgeliefert, und das waren wir.
Es geht am Sonntag um das zweite Erfolgserlebnis der Saison. Es geht darum, dass ein Sonntag mal wieder Spaß macht. Nötig dafür: kompakt bleiben und nicht nach dem ersten Gegentor auseinanderfallen. Über elf gegen elf ist das leichter als über neun gegen neun — der zweite Grund, warum die Entscheidung gut ist.
Wir brauchen Spieler
Das steht hier, solange es stimmt, und es stimmt am Sonntag mehr als vorher. Bei der Ersten standen in Oberbrechen drei Auswechselspieler auf unserer Bank und acht auf der des Gegners; wir konnten dreimal wechseln, der Gegner fünfmal. Dazu fehlen jetzt zwei Mann durch Sperren.
Bei der Zweiten ist es kein Nebensatz, sondern die Grundlage. Dass wochenlang neun gegen neun gespielt wurde, lag nicht an der Taktik. Wer Lust auf Fußball hat, ohne Leistungsdruck und ohne Tabelle im Nacken: Bei der Zweiten wird jeder gebraucht, sofort.
Wer früher gespielt hat, wer wieder anfangen will, wer Lust auf Kreisliga A hat: dienstags oder donnerstags zum Training kommen oder melden. Das gilt für beide Mannschaften.
Die Termine am Sonntag
- 13:00 Uhr — FSG II vs. FSV Würges II (Kreisliga D, 7. Spieltag)
- 15:15 Uhr — FSG I vs. FC Rojkurd Merenberg/Allendorf (Kreisliga A, 9. Spieltag)
Zwei Heimspiele an einem Nachmittag. Wer zur Ersten kommt, ist bei der Zweiten zwei Stunden früher genau richtig — und die Zweite hat in den letzten Wochen wenig Applaus bekommen und einiges davon gut gebrauchen können.
