Am Sonntag um 15:15 Uhr fahren wir zum TuS Linter. Nach zwei Wochen ohne Spiel, mit null Punkten aus fünf Partien — und zum ersten Mal in dieser Saison gegen einen Gegner, den wir wirklich kennen.
Wo wir stehen
Da braucht man nichts zu beschönigen: fünf Spiele, fünf Niederlagen, 3:27 Tore, Tabellenletzter. Wir sind die einzige Mannschaft der Liga ohne Punkt. Das ist die Ausgangslage, und die kennt jeder in der Kabine.
Zwei Dinge gehören trotzdem daneben gestellt. Erstens: Das 1:2 gegen Wilsenroth zum Auftakt und das 1:3 gegen Waldernbach waren keine Spiele, in denen wir chancenlos waren — da war jeweils etwas drin. Zweitens: Die Klatschen kamen gegen Ahlbach/Oberweyer und Weilmünster/Laubuseschbach, also gegen zwei Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. Das entschuldigt ein 0:12 nicht, aber es ordnet es ein.
Was bleibt, ist die Zahl, die am meisten wehtut: drei Tore in fünf Spielen. Wer so selten trifft, braucht eine nahezu fehlerfreie Defensive, um zu punkten — und die hatten wir bisher nicht.
Zwei Wochen Pause
Am sechsten Spieltag waren wir spielfrei. Nach dem 0:6 in Weilmünster war das keine schlechte Fügung: zwei Wochen, um durchzuatmen, an Grundsätzlichem zu arbeiten und ein paar angeschlagene Spieler zurückzubekommen. (Spoiler: angeschlagene Spieler kommen und gehen)
Die Kehrseite kennt man auch. Zwei Wochen ohne Wettkampf kosten Rhythmus, und Linter hat am vergangenen Sonntag noch gespielt. Ob die Pause geholfen hat, zeigt sich in den ersten zwanzig Minuten.
Der Gegner: TuS Linter
Linter steht auf Platz 16, direkt über uns, mit drei Punkten aus sechs Spielen und 5:23 Toren. Auch dort läuft die Saison bisher nicht nach Plan.
Ein Blick auf die Torbilanz lohnt sich aber: Linter hat fünf Tore erzielt — und alle fünf in einem einzigen Spiel, beim 5:1 in Oberbrechen am vierten Spieltag. In den anderen fünf Partien sind sie ohne eigenen Treffer geblieben. Das ist eine Mannschaft, die entweder gar nicht trifft oder gleich fünfmal. Genau darauf müssen wir vorbereitet sein: Wenn wir sie ins Laufen bringen lassen, kann das schnell kippen.
Zwei gemeinsame Gegner gab es bereits, und der Vergleich ist unangenehm. Gegen Ahlbach/Oberweyer haben wir 0:12 verloren, Linter 0:6. In Weilmünster/Laubuseschbach haben wir 0:6 verloren — Linter am vergangenen Sonntag am selben Ort 0:1. Da liegen wir aktuell hinten, und das ist der Maßstab, an dem wir uns am Sonntag messen lassen müssen.
Alte Bekannte aus der B-Liga
Was in keiner Tabelle steht: Linter kennen wir. Wir haben in der vergangenen Saison in der B-Liga gegeneinander gespielt. Und das gilt nicht nur für Linter — auch die TSG Oberbrechen II, zu der es am Dienstag darauf geht, war 2025/26 unser Ligakonkurrent.
Alle drei sind wir den Schritt in die Kreisliga A gegangen, und alle drei stehen wir jetzt unten drin: Oberbrechen II als Vierzehnter, Linter als Sechzehnter, wir als Siebzehnter. Das entschuldigt unseren Start nicht — die beiden haben drei Punkte, wir keinen, aber es zeigt, dass der Sprung für alle groß war, die ihn gemacht haben.
Für den Sonntag heißt das vor allem: Wir wissen, worauf wir uns einstellen. Kein Abtasten, keine Überraschung. Und die wissen es umgekehrt genauso.
Zwei Spiele in drei Tagen
Am Dienstag, dem 8. September, geht es direkt weiter nach Oberbrechen. Zwei Auswärtsspiele in drei Tagen, beide gegen Mannschaften aus der alten B-Liga, beide aktuell bei drei Punkten.
Das ist das Fenster, in dem sich unsere Saison drehen kann. So deutlich hatten wir es bisher nicht, und so schnell kommt es auch nicht wieder: Danach warten mit Rojkurd, Winkels und Dorndorf wieder andere Kaliber. Wenn hier nichts hängen bleibt, wird es eine sehr lange Runde.
Worum es am Sonntag geht
Linter ist schlagbar — die Tabelle sagt es, ihr Saisonverlauf sagt es, und aus der B-Liga wissen wir es. Drei Punkte trennen uns von ihnen; mit einem Sieg wären wir gleichauf.
Der Weg dahin ist derselbe wie immer: kompakt verteidigen, Zweikämpfe annehmen, den Ball laufen lassen statt ihn nach vorne zu dreschen. Und diesmal die Situationen nutzen, die kommen werden. Bei drei Toren in fünf Spielen ist das der Punkt, an dem sich alles entscheidet.
Sonntag in Linter
Auswärtsspiel, 15:15 Uhr. Wir würden uns freuen, wenn ein paar Leute den Weg mitmachen. Gerade wenn es sportlich nicht läuft, macht es einen Unterschied, wer an der Seitenlinie steht.
Und weiterhin gilt: Wir suchen Spieler. Wenn zwei, drei Mann fehlen, merkt man das bei uns sofort. Wer früher gespielt hat, wer wieder anfangen will, wer einfach Bock hat — kommt vorbei oder meldet euch. Jeder wird gebraucht.
Die Daten
- Wettbewerb: Kreisliga A Limburg-Weilburg, 7. Spieltag, Saison 2026/27
- Termin: Sonntag, 6. September 2026, 15:15 Uhr
- Ort: Auswärts beim TuS Linter [genauen Sportplatz ergänzen]
- Gegner: TuS Linter — Platz 16, 6 Spiele, 3 Punkte, 5:23 Tore
- Wir: Platz 17, 5 Spiele, 0 Punkte, 3:27 Tore, am 6. Spieltag spielfrei
- Bisher: 1:2 gegen SV Wilsenroth, 0:12 bei SG Ahlbach/Oberweyer, 1:3 gegen TUS Waldernbach, 1:4 gegen SV Anadolu Limburg, 0:6 bei SG Weilmünster/Laubuseschbach
- Linter zuletzt: 0:1 bei SG Weilmünster/Laubuseschbach (30.08.), davor 0:6 gegen SG Ahlbach/Oberweyer, 5:1 bei TSG Oberbrechen II
- Gemeinsame Vergangenheit: TuS Linter und TSG Oberbrechen II waren in der Saison 2025/26 unsere Ligakonkurrenten in der Kreisliga B [Ergebnisse der beiden Duelle ergänzen]
- Danach: Dienstag, 8. September, 19:30 Uhr bei der TSG Oberbrechen II
