2:4 in Oberbrechen: erste Auswärtstore der Saison, zwei Platzverweise, kein Punkt

2:4 bei der TSG Oberbrechen II. Das sind unsere ersten Auswärtstore der Saison und zum ersten Mal überhaupt zwei Tore in einem Spiel — beide von E. Syla, der zur Pause eingewechselt wurde, und beide in Unterzahl. Es bleibt trotzdem eine Niederlage, und wir haben sie uns in zwei Momenten selbst eingebrockt: in den ersten zehn Minuten und in der 34. Minute. Nach sieben Spielen stehen null Punkte und 5:40 Tore.

Der erste Angriff des Spiels sitzt. 4. Minute, Oberbrechen kommt von außen in die Mitte, der Ball läuft in den Rückraum, und von dort landet er links oben im Winkel. Kein Zugriff, zu viel Zeit für den Schützen, 1:0 durch Q. Wagner. Sechs Minuten später der nächste Angriff, ein Doppelpass durch unsere Kette, danach ist J. Kremer allein vor F. Losekamm — 2:0 nach zehn Minuten.

Danach stabilisieren wir uns und haben unsere beste Phase der ersten Hälfte. Nach knapp zwanzig Minuten erarbeitet sich F. Michel unsere erste Ecke, A. Schön tritt sie, zwei Abschlüsse werden geblockt, den dritten Ball setzt M. Oesterling am Tor vorbei.

Und dann geben wir uns das Spiel selbst aus der Hand. In der 34. Minute sieht unser Kapitän M. Konrad […] die Rote Karte. 0:2 im Rückstand, fast eine Stunde zu spielen, ein Mann weniger. Kurz vor der Pause bringt ein starker Abstoß von Losekamm noch einmal Gefahr, der Gegner verlängert unglücklich, A. Schön zieht aus 30 Metern ab und verfehlt knapp.

Zur zweiten Halbzeit kommt E. Syla für uns ins Spiel. Zwei Minuten später fällt trotzdem erst einmal das nächste Gegentor, und zwar nach demselben Muster wie in Linter: 47. Minute, von außen nach innen, ein Kontakt, 3:0 durch R. Morim. Das war zu einfach.

Was danach kommt, ist der Grund, warum dieser Abend anders ist als die Abende davor. In der 51. Minute spielen wir uns mit zehn Mann sauber durch, Syla verkürzt auf 1:3 — unser erstes Auswärtstor in dieser Saison, im vierten Auswärtsspiel. In der 65. Minute macht er das 2:3 und zwar so, dass man es sich noch einmal ansehen sollte: Strahl von außerhalb des Strafraums, rechts oben. Eine halbe Stunde vor Schluss ist das Spiel offen, obwohl wir seit einer halben Stunde in Unterzahl sind.

Es hält bis zur 77. Minute. Dann kommt die Gelb-Rote Karte dazu, und wir spielen die letzte Viertelstunde zu neunt. In der 84. Minute fällt nach einer Ecke der entscheidende Treffer, präzise hereingegeben und präzise geköpft, J. Kremer zum 4:2. Danach passiert nichts mehr.

Was wir mitnehmen

Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir zweimal getroffen. Zum ersten Mal haben wir auswärts überhaupt getroffen — vorher standen dort drei Spiele und 0:27. Beide Tore fielen in Unterzahl, gegen eine Mannschaft, die vorher zu Hause vier Spiele lang bei zwei eigenen Toren stand. Und beide gehen auf das Konto eines Spielers, der zur Pause von der Bank kam.

Vier Gegentore sind außerdem die wenigsten, die wir in einem Auswärtsspiel kassiert haben. Nach 0:12, 0:6 und 0:9 ist das keine Auszeichnung, aber es ist eine Richtung. Zwischen der 51. und der 77. Minute war das die Mannschaft, die wir seit August suchen — mit einem Mann weniger auf dem Platz. Kompakt, wenige Lücken zugelassen.

Was auf keinen Fall geht

Zwei Platzverweise in einem Spiel. Der erste […] durch den Kapitän. Darüber gibt es nichts zu diskutieren, und es gibt auch keinen Spielstand, der das erklärt. Wir standen 0:2 hinten — das ist ärgerlich und in dieser Saison nichts Neues. Es ist kein Grund, die eigene Mannschaft fast eine Stunde lang in Unterzahl zu lassen. Beide Karten kosten uns zusätzlich Spieler für die nächsten Wochen, und Spieler sind genau das, wovon wir ohnehin zu wenige haben.

Dazu der Anfang und der Wiederanpfiff. 4. und 10. Minute, dann die 47. — drei Gegentore in Phasen, in denen eine Mannschaft konzentriert zu sein hat. Beim 1:0 hatte der Schütze im Rückraum so viel Zeit, dass er sich die Ecke aussuchen konnte. Beim 2:0 spielt uns ein Doppelpass aus. Das sind dieselben Punkte, die schon nach Linter auf der Liste standen.

Wenn wir die 26 Minuten zwischen dem 1:3 und der Gelb-Roten Karte über 90 Minuten bekommen und dabei elf Mann auf dem Platz lassen, holen wir in dieser Liga Punkte. Das ist keine Durchhalteparole, das hat man am Dienstag gesehen.

Wie es weitergeht

Am Sonntag, 13. September, um 15:15 Uhr kommt der FC Rojkurd Merenberg/Allendorf nach Seelbach — der Fünfzehnte, drei Punkte, und damit das nächste Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Um 13:00 Uhr spielt davor die FSG II zu Hause gegen den FSV Würges II. Zwei Spiele an einem Nachmittag an der Friedenseiche, und Zuschauer können wir gerade gut gebrauchen.

Und weil es weiter stimmt: Wir brauchen Spieler. Am Dienstag standen drei Auswechselspieler auf unserer Bank, acht auf der von Oberbrechen. Der Gegner konnte fünfmal wechseln, wir dreimal. Wer früher gespielt hat, wer wieder anfangen will, wer Lust auf Kreisliga A hat — kommt dienstags oder donnerstags zum Training oder meldet euch. Am Sonntag fehlen uns zusätzlich zwei Mann durch Sperren, die wir uns selbst eingebrockt haben.

Daten zum Spiel

  • Tore: 1:0 Q. Wagner (4.), 2:0 J. Kremer (10.), 3:0 R. Morim (47.), 3:1 E. Syla (51.), 3:2 E. Syla (65.), 4:2 J. Kremer (84.)
  • Platzverweise: Rote Karte (34., FSG), Gelb-Rote Karte (77., FSG)
  • Gelbe Karten: FSG (68., 89.)
  • Schiedsrichter: Veith Lang
  • Startelf FSG: F. Losekamm — M. Oesterling, M. Konrad (C), A. Schön, M. Schön, L. Nguyen, H. Mai, P. Schaub, M. Heimerl, F. Michel, M. Volk
  • Bank FSG: E. Syla, S. Ruis, L. Di Blasio
  • Trainer FSG: Long Nguyen
  • Startelf Oberbrechen II F. Münkel — M. Rudloff, Philipp Schneider, Paul Schneider, K. Kremer, S. Hoenscher (C), R. Morim, I. Stephan, Q. Wagner, J. Kremer
  • Bank Oberbrechen II: P. Deisel, G. Cuomo, L. Kremer, P. Kaiser, K. Schönbach, F. Arnold, M. Lorse, L. Schneider
  • Trainer Oberbrechen II: Simon Leimpek
  • Nächstes Spiel: Sonntag, 13. September 2026, 15:15 Uhr, FSG I gegen FC Rojkurd Merenberg/Allendorf (Heimspiel); um 13:00 Uhr FSG II gegen FSV Würges II

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