Wer am Sonntag nicht mit uns in Drommershausen war, hat definitiv den kompletten Kreisliga-Wahnsinn verpasst. Zwei Spiele, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, aber am Ende beide mit einem Unentschieden endeten. Traumtore von etatmäßigen Keepern, eine rote Karte vor der Pause und ein gegnerischer Torwart, der uns schier in den Wahnsinn getrieben hat.
FSG II: Keeper Hennemann packt den 30-Meter-Lupfer aus
Den Anfang machte unsere ersatzgeschwächte Zwote, die im Norweger-Modell (2×35 Minuten) ranmusste. Es entwickelte sich eine chancenarme, aber umkämpfte erste Hälfte, die folgerichtig mit 0:0 in die Pause ging. Das absolute Highlight des Tages folgte dann im zweiten Durchgang: Lukas Hennemann, eigentlich unser sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten, fasste sich aus gut 30 Metern ein Herz und lupfte die Pille traumhaft über den Drommershäuser Keeper zum 1:0 ins Netz! (Kiste!)
Wir verpassten es in der Folge, aus unseren gefährlichen Ansätzen weiteres Kapital zu schlagen. Drommershausen drückte gegen Ende immer mehr auf den Ausgleich, den wir kurz vor Schluss dann leider auch schlucken mussten (1:1). Am Ende nehmen wir den Punkt aber absolut verdient und gerne mit nach Hause. Wer nach dem Verletzungspech der Vorwoche so auf die Zähne beißt, hat sich das redlich erarbeitet.
FSG I: Eine Halbzeit in Unterzahl und der Fluch des Lennart Dienst
Im Anschluss betrat die Erste den Rasen und es dauerte nur acht Minuten, bis uns ein dicker Bock in der Hintermannschaft eiskalt bestrafte. Ein Missverständnis in der Ballannahme wurde von Andre Müller antizipiert, der den pfeilschnellen Dorian Sartorius schickte – 1:0 für die Hausherren. Doch wir schüttelten uns nur kurz und übernahmen komplett das Zepter. Die Belohnung folgte in der 35. Minute: Foul an Silvio Ruis im Sechzehner, Elfmeter. Bogdan Gaceanu trat an und verwandelte eiskalt zum 1:1.
Dann überschlugen sich die Ereignisse vor dem Pausentee. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte flog Maxi Schön nach einem Foulspiel an der Eckfahne mit glatt Rot vom Platz. Eine harte Entscheidung, die uns für den kompletten zweiten Durchgang in Unterzahl zwang.
Wer jetzt dachte, wir würden uns in Halbzeit zwei einigeln, wurde eines Besseren belehrt. Trotz Unterzahl waren wir die klar spielbestimmende Mannschaft. Drommershausen nutzte zwar kurz nach Wiederanpfiff eine Lücke zum 2:1 durch Andre Müller (50.), aber danach spielte eigentlich nur noch die FSG. Das große Problem an diesem Nachmittag trug allerdings Handschuhe und hieß Lennart Dienst. Der Drommershäuser Keeper erwischte einen absoluten Bombentag.
Er fischte einen Außenristschuss von Marco Konrad aus dem Winkel, parierte einen Abschluss von Marvin Heimerl aus kürzester Distanz, kratzte einen Ball von Alex Schön im allerletzten Moment von der Linie und lenkte einen Kopfball gegen die Laufrichtung noch irgendwie über die Latte. Es war zum Haare raufen! Wir warfen alles nach vorne, stellten am Ende auf eine Dreierkette (Michel, Mai, Sennlaub) um, ließen defensiv nichts mehr anbrennen und drängten auf den Ausgleich. Kurz vor Schluss belohnten wir uns endlich: Foul am frisch eingewechselten Neu-Trainer Long Nguyen im Strafraum, wieder Elfmeter. Erneut schnappte sich Bogdan Gaceanu die Kugel und netzte zum hochverdienten 2:2-Ausgleich ein (87.).
In den Schlusssekunden hatten wir durch Alex Schön sogar noch die 100-prozentige Chance auf den Sieg auf dem Fuß, doch er jagte den Ball aus aussichtsreicher Position über den Querbalken. Am Ende steht ein 2:2, das sich nach den irren Paraden von Dienst fast ein wenig wie eine Niederlage anfühlt. Aber: Die Moral, eine komplette Halbzeit in Unterzahl so zu dominieren und sich den Punkt zu erzwingen, war überragend. Darauf können und werden wir aufbauen!