Der erste Punkt: 2:2 gegen Rojkurd nach 0:2-Rückstand

Der erste Punkt ist da. 2:2 gegen den FC Rojkurd Merenberg/Allendorf, nach 0:1 und 0:2, beide Tore von A. Schön. Nach acht Spielen steht endlich etwas auf der Habenseite, und es ist ein Punkt, den wir uns über 60 Minuten zurückgeholt haben, nachdem wir ihn in den ersten 30 fast verschenkt hätten.

Wie das Spiel lief

Der Start war der alte. 2. Minute, Flanke von außen, M. Schön tritt über den Ball, F. Losekamm kann nur abklatschen lassen, und den Nachschuss macht O. Dogrucu. 0:1 nach zwei Minuten, und wieder nicht, weil der Gegner etwas Besonderes gemacht hätte.

Nach gut zwanzig Minuten die erste eigene Möglichkeit: Freistoß A. Schön, der Kopfball wird geblockt, den Flugkopfball von M. Schön hält der Torwart. In der 25. Minute das 0:2 durch O. Jamac, und ehrlich gesagt fast dasselbe Bild wie beim ersten Gegentor — ein Freistoß, ein unsortierter Strafraum, keine Kommunikation, der Ball kullert über die Linie.

0:2 nach 25 Minuten, gegen den Tabellensechzehnten, im eigenen Heimspiel. Das war der Moment, an dem die Saison bisher immer gekippt ist.

Diesmal nicht. In der 29. Minute wird M. Volk im Strafraum auf den Fuß getreten, Elfmeter, und A. Schön verwandelt unten rechts zum 1:2. Kurz vor der Pause noch eine strittige Szene: P. Schaub will auf Schön durchchippen, ein Verteidiger schlägt den Ball mit der Hand weg — der Schiedsrichter lässt weiterlaufen.

E. Syla kommt zur Pause für S. Ruis und braucht sieben Minuten: In der 53. Minute setzt er sich im Dribbling durch, legt quer, und A. Schön schiebt mit rechts ins rechte Eck ein. 2:2. Kurz darauf kischt Losekamm einen Strahl von Freistoß, den viele nicht gehalten hätten — das war Weltklasse und die Antwort auf die 2. Minute.

Und dann hätten wir das Ding fast gewonnen. In der Schlussphase läuft M. Volk allein aufs Tor, der Torwart hält stark, den Nachschuss von E. Syla hält er auch, obwohl der Schuss gut war. Danach Ecke, danach weiter Druck. Kurz vor dem Abpfiff gehen Schön und Volk zu zweit auf den Torwart zu, Schön entscheidet sich gegen das Abspiel und bringt nur einen harmlosen Schuss zustande. Es bleibt beim 2:2.

Er ist der erste, und das allein ist nach acht Spielen die Nachricht. Dazu kommt einiges, was es in dieser Saison noch nicht gab:

  • Zum ersten Mal haben wir einen Rückstand aufgeholt — und zwar einen Zwei-Tore-Rückstand.
  • Zum ersten Mal haben wir eine zweite Halbzeit ohne Gegentor gespielt. Nach 42 Gegentoren in sieben Spielen ist das keine Kleinigkeit.
  • Zum ersten Mal zwei eigene Tore zu Hause.

Das alles mit einem Kader, in dem M. Konrad gesperrt gefehlt hat.

Zwei Gegentore, die beide keine sein müssen. Eine Flanke, bei der zwei Leute am Ball vorbeigehen. Ein Freistoß, nach dem der Ball ungehindert über die Linie rollt. Das sind dieselben Standardsituationen und dieselbe fehlende Zuordnung, über die wir seit August reden. Wenn die erste halbe Stunde nur ordentlich statt fahrlässig gewesen wäre, würden wir heute über drei Punkte schreiben.

Und die Schlussphase gehört genauso dazu. Zwei Riesenchancen hintereinander, danach noch ein Zwei-gegen-eins. Wer so viel investiert, darf sich am Ende nicht mit einem Punkt zufriedengeben müssen. Zum Nachmachen bleibt trotzdem, wie die Mannschaft nach dem 0:2 reagiert hat — genau darüber lief zuletzt die Diskussion, und heute war die Antwort auf dem Platz.

Am Sonntag, 20. September, um 15:15 Uhr geht es zur SG Winkels/Probbach/Dillhausen, dem Tabellensechsten. Die FSG II spielt um 13:00 Uhr bei der FSG Bad Camberg/Dombach II; sie hat am Sonntag zu Hause 1:5 gegen den FSV Würges II verloren.

Wir brauchen weiter Verstärkung. Wer früher gespielt hat, wer wieder anfangen will, wer Lust auf Kreisliga A hat: dienstags und donnerstags Training, oder einfach melden. Und danke an alle, die heute am Platz standen — die Schlussphase war den Weg wert.

Daten zum Spiel

  • Ergebnis: FSG Gräveneck/Seelbach — FC Rojkurd Merenberg/Allendorf 2:2 (1:2)
  • Tore: 0:1 O. Dogrucu (2.), 0:2 O. Jamac (25.), 1:2 A. Schön (29., Foulelfmeter), 2:2 A. Schön (53., Vorlage E. Syla)
  • Gelbe Karten: FSG (38., 80.), Rojkurd (57.)
  • Schiedsrichter: Horst Schuierer
  • Startelf FSG: F. Losekamm — M. Oesterling, M. Schön, F. Michel, H. Mai, P. Schaub, M. Heimerl, A. Schön, L. Nguyen, S. Ruis, M. Volk
  • Bank FSG: K. Hoyer, L. Di Blasio, E. Syla, J. Paul — eingewechselt E. Syla (46., für S. Ruis) und L. Di Blasio (zwischen der 75. und der 80., für L. Nguyen)

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